HUFROLLENENTZÜNDUNG – PODOTROCHLOSE

Die sogenannte „Hufrolle“ besteht aus dem Bereich des Strahlbeins, dem Schleimbeutel, der Beugesehne und der Hufbeinlederhaut .

Die Hufrollenentzündung wird durch mehrere Faktoren ausgelöst. Ihre Ursache ist eine deformierte Hufkapsel. Äußerliche Hinweise sind u.a. sehr hohe Trachten, tiefe Strahlfurchen, zu lange Eckstreben und sonstigen Zwangssituationen im Huf. Der Hufmechanismus findet nicht mehr statt und kann u.a. bei Belastung nicht mehr abflachen. Die Eckstreben drücken dadurch im Huf „nach oben“ gegen den „Hufrollenbereich“, quetschen die Strukturen zusammen und lösen dort schmerzhafte Entzündungen aus. Dabei wird auch die Durchblutung des Hufes eingeschränkt.

Durch eine physiologische Hufbearbeitung nach EIPP kann die Ursache hierfür beseitigt werden, die Entzündung abklingen und in der Folge das Pferd wieder schmerzfrei laufen.

In nachfolgenden Skizzen ist die Lederhaut gestrichelt und rot markiert. Sie befindet sich zwischen der sogenannten „Hufrolle“ und der Hufsohle mit Eckstrebe:

 

physiologischer-huf

Gesunder Huf

Physiologisch geformter Huf mit flachen Trachten und natürlicher Eckstrebe. Das Röhrbein steht gerade. Ein Hufmechanismus mit dem Abflachen der Sohle findet statt. Die Lederhaut wird nicht gequetscht. Der Hufmechanismus ist voll funktionsfähig.

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Kranker Huf – Diagnose

Sehr steiler Huf mit langen Trachten und extremen Eckstreben. Das Röhrbein steht rückständig. Das Pferde entlastet den hinteren Bereich des Hufes. Es findet kein Hufmechanismus statt. Der Huf flacht bei Belastung nicht ab und die Eckstrebe drückt „nach oben“. Die Strukturen werden gequetscht. Sie entzünden sich und führen zu extremen Schmerzen.

Nachfolgende Fotos meines Patientenpferdes mit Hufrehe und Hufrollensyndrom vor Beginn der Therapie und ein Jahr danach:

Diagnose

Das Pferd hatte ein starke Hufrehe und das Hufrollensyndrom. Die Hufe waren insgesamt zu lang. Das Pferd lief komplett auf den Eckstreben, die sich bereits über die gesamte Sohle gelegt hatten.

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Therapie – ein Jahr danach:

Die Hufe dieses Pferdes habe ich physiologisch nach EIPP bearbeitet. Dieses Pferd wird mittlerweile barhuf und ohne Probleme im Gelände geritten. Gehalten wird es im Offenstall mit verschiedenen Bewegungsanreizen und Untergründen.

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